Succubus
Die älteste Erwähnung von Dämonen dieser Art stammt aus Mesopotamien unter den Bezeichnungen Lilu und Lilutu oder auch Ardat Lili und Irdu Lili, die Menschen im Schlaf in Form von erotischen Träumen erscheinen. Diese Vorstellung findet sich auch in der jüdischen und christlichen Mythologie (Lilith). Sie ernähren sich von der Lebensenergie schlafender Menschen, mit denen sie sich nachts paaren. Wenn sich ein Succubus mit einem Menschen paart, wacht dieser während des Aktes nicht auf und kann sich höchstens in Form eines Traumes an den nächtlichen Besuch erinnern.
Allerdings wurde im Zuge frühneuzeitlicher Hexenverfolgung der Geschlechtsverkehr mit dem Teufel (Teufelsbuhlschaft) als bewusst gewünschter Akt betrachtet und war somit ein Zeichen des Abfallens von Gott und der Hingabe an den Teufel. Der Teufel nahm bei Hexenmeistern die Gestalt eines Succubus an. Solche erotischen Träume wurden angeblich auch durch sogenannte Hexensalben mit drogenähnlichen Inhaltsstoffen hervorgerufen.
In der jungjanischen Archetypenlehre ist der Succubus ein Ausdruck der zerstörten Weiblichkeit und gemeinsam mit dem Vampir (für die männliche Verkörperung) ein Symbol für eine Borderline-Persönlichkeit.
Literarisch sind diese Dämonen ein Bestanteil der phantastischen Literatur. So auch in unserer Reihe Dunkle Seiten, wo diese thematisch in folgenden Geschichten vorkommen:
- Dunkle Seiten II
: Ein bisschen Leben, Autor: Jürgen Wagner
- Dunkle Seiten III
: Hartheu, Autor: Michael Jordan
Bildverweis: Artwork von Michael Wagner aus dem Bildband Dark Desires (Dunkle Wünsche)
Diesen Artikel weiterempfehlen:
XING | Twitter | Facebook | Google+ | Delicious


